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Die Farbe Pink

In den letzten Jahren ist die Farbe Pink immer mehr zur Mode geworden. Aber woher kommt eigentlich die Farbe Pink? Weshalb mögen gerade Frauen diese Farbe so sehr? Das werden wir versuchen in diesem Blogbeitrag herauszufinden.

Möglicherweise ist es schon jemanden aufgefallen, dass wir hier Pink als Modefarbe der letzten Jahre bezeichnet haben und nicht das eigentliche Rosa, wie es oft in den letzten Jahren zu hören war. Das liegt daran, dass das Wort Pink die englische Bezeichnung für die Farbe Rosa ist. Und wenn wir jetzt zurückdenken: Wann habe ich zum letzten Mal eines dieser beiden Wörter benutzt, wird schnell klar, dass wir beide Wörter gleich oft benutzen bzw., dass wir sogar verschiedene Farbtöne mit Pink oder Rosa bezeichnen. Das Wort Pink wird so oft im deutschen Sprachraum benutzt, dass es inzwischen sozusagen „eingedeutscht“ wurde.

Wann tauchte der Begriff „Pink“ das erste Mal auf?

Was bedeutet eigentlich das Wort Pink im englischem Sprachraum? Es ist das englische Wort für Nelken. Allerdings ist die Herkunft, wie es dazu kam, unbekannt. Das Wort Pink als Blumenname ist seit 1573 nachgewiesen und tritt das erste mal im Jahr 1681 als Farbbezeichnung „pink-coloured“ auf. Für die Bezeichnung einer Farbe findet das Wort Pink aber erst 1828 Verwendung.

Pink für Mädchen, Blau für Jungen

Und warum ist Pink eine typische Mädchenfarbe? Noch vor 100 Jahren war dies ganz anders. Man hat Eltern geraten einem Jungen pinkfarbene Sachen zu schenken, bei Mädchen waren blaue Sachen bevorzugt. Zum Beispiel wurde auf Gemälden das Gewand Marias meistens blau dargestellt.

Nach dem Ersten Weltkrieg fand ein Umbruch im Bezug auf die Farbwahl bei den Geschlechtern statt. Die Farbe Blau wurde zum Symbol für die Arbeits- und Männerwelt. Die blauen Töne der Marineuniform, blaue Arbeitsanzüge und der bekannte Blaumann stärkten diesen Umbruch zusätzlich. So wurde das Blau als neue Jungenfarbe auserkoren. Als traditionellen Kontrast wurde das Rosa oder auch Pink als Mädchenfarbe bestimmt.

Die heutige Mädchenfarbe

Heute ist es aber ein ungeschriebenes Gesetzt, dass die Farbe Pink bzw. Rosa eine Mädchenfarbe ist. Schon früh kommen Mädchen mit dem Farbton in Berührung. Sei es durch rosafarbene Spielzeuge wie Barbie oder Hello Kitty oder durch Kontake zu anderen Mädchen. Man hat herausgefunden, dass Kinder im Kindergartenalter sich stark mit den Kindern des gleichen Geschlechts identifizieren. Trägt ein Mädchen rosa Kleidung oder hat sie eine pinke Puppe, so möchte das andere Mädchen dieselben Sachen tragen und mit den gleichen Puppen spielen. „Kinder haben das Bedürfnis, das zu mögen, was das gleiche Geschlecht mag“, sagt Ursula Kessels, Professorin für Bildungsforschung an der Freien Universität Berlin. „Dass es viele Blumen- und Rosen-Arten in pinken Farbtönen gibt, unterstützt das Ganze.“

So nehmen schon Kleinkinder die Farbe Pink als typische Mädchenfarbe wahr. Dass sich dies bis ins Erwachsenenalter zieht, kann man immer wieder bei Umfragen bemerken. So ist Rosa für Frauen die viertschönste Farbe und nur die siebtunbeliebteste. Bei den Männern ist es quasi genau anders herum: Für sie ist Pink die achtschönste und die drittunbeliebteste Farbe.

Die Wirkung von Pink

Während bei manchen Männern die Farbe Pink als Hilflosigkeit, Naivität und Schwäche aufgefasst wird, wird der Farbton allgemein als optimistisch empfunden. Dass diese Farbe als erfreulich und positiv empfunden wird, geht auf die Deutung „rosig“ bzw „rosarot“ zurück.

Konnten wir die Frage beantworten warum heutzutage Pink als eine typische Mädchenfarbe gilt? Und: Ist Pink schon in Ihrem Portemonnaie?